A Scabal initiative to promote a tailor-made lifestyle

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VERTRAUEN IN MENSCHEN

DIE QUALITÄT UNTER KONTROLLE

Die Herstellung von Stoffen und Maßkleidung ist ein komplexer, gewissenhafter Vorgang. Am Hauptsitz von Scabal treffen wir fünf Mitarbeiter, die eine Schlüsselrolle bei der Qualitätssicherung spielen.

Von oben, links nach rechts: Lino Fanello, Danny Terrijn, Nora Kraëmer, Nadia Droyers und Roxane Van Maldegem

“Bei Scabal dreht sich alles um Material von höchster Qualität, gründliche Inspektionsprozesse und solide Produktionstechniken. Ohne volles Engagement auf diesen Gebieten wäre Scabal wohl kaum in der Lage, seinen Kunden das Niveau an handwerklichem Können und Verarbeitung zu bieten, mit dem es sich als Marktführer in der Welt feiner Stoffe und personalisierter Kleidung etabliert hat.” Mit diesen prägenden Worten beschreibt Scabal CEO Gregor Thissen die Philosophie, die überall in der Firma und bei ihrem unablässigen Streben nach optimaler Qualität spürbar ist.
In allen Geschäftsbereichen, ob von der Auswahl der feinsten Stoffe bis hin zu den Beziehungen mit alten oder neuen Kunden, macht sich dieses Auge fürs Detail bemerkbar. Ohne Aufrechterhaltung und Verbesserung der Qualitätsstandards setzen wir unseren Ruf aufs Spiel. Größter Nachdruck wird auf unsere Qualitätskontrolle gelegt. Um unsere Führungsposition zu behaupten, müssen wir uns voll und ganz auf Menschen verlassen können, die das nötige Wissen, Können und die Begeisterung besitzen, um Qualität zu einer Realität zu machen.

LINO FANELLO,
VERANTWORTLICH FÜR DIE QUALITÄTSKONTROLLE VON STOFFEN
“Um die große Anzahl an Stoffen, die durch die Abteilung laufen, zu bewältigen, müssen Systeme eingerichtet sein, die reibungslos und effizient arbeiten. Nur dann können mein Team und ich uns darauf konzentrieren, dass das Produkt, das der nächsten Phase zugeführt wird, bereits den höchsten von Scabal verlangten Standards gerecht wird.”
Mit 37 Jahren Berufserfahrung und unterstützt durch zehn Mitarbeiter ist Lino für einen Geschäftsbereich zuständig,
den die Kunden nur selten zu sehen bekommen. Nicht weniger als 10.000 Rollen Stoff passieren jedes Jahr seine Kontrolle. Die logistische und bürokratische Abwicklung ist sehr intensiv und ein unverzichtbarer Bestandteil der Qualitätskontrolle. Die Suche nach Mängeln ist ein tägliches Ritual und muss sicherstellen, dass jeder Stoff die hohen Scabal-Anforderungen erfüllt. Viel Material wird ausgemustert, das gehört nun einmal zu der Arbeit, bei der alles äußerst gewissenhaft unter die Lupe genommen wird. Lino und sein Team sorgen tagein tagaus für die nötige Qualitätskontrolle und arbeiten eng mit der Stoffeinkaufsabteilung zusammen. Ihre Erfahrung und ihr Wissen sind dabei ausschlaggebend.

NORA KRAËMER,
ASSISTENTIN FÜR STOFFDESIGN
“Die Gelegenheit, jeden Tag etwas dazu zu lernen und mir so mehr Wissen in allen Aspekten des Lieferprozesses anzueignen, versetzen mich in eine Position, in der ich voll Vertrauen garantieren kann, dass die von der Firma auferlegten Standards erfüllt und wenn möglich übertroffen werden.”
Als Einkaufsassistentin in der Stoffabteilung hat Nora täglich mit Lino zu tun. Diese ununterbrochene Kette der Qualitätskontrolle erstreckt sich auf ihre Verhandlungen für die Lieferung der verschiedensten Stoffe an viele Märkte, von Russland bis Mexiko. Ihre Abteilung ist oft die erste Anlaufstelle für die Produktionsbetriebe. Der Aspekt eines Qualitätsservice hört also nicht bei der richtigen Wahl, Präsentation und Lieferung der Stoffe auf. Auch die Geschäftspartner müssen mit der nötigen Höflichkeit und Zuvorkommendheit behandelt werden. Mit einer Kollektion von über 5.000 Stoffen ist ein organisierter und fachkundiger Ansatz gefragt. Dank dieses Wissens, gewonnen durch umfassende Arbeitserfahrung und kombiniert mit einer laufenden Erweiterung ihres Produktwissens, spielt Kraëmer eine wichtige Rolle im Gesamtprozess der Qualitätskontrolle.

DANNY TERRIJN,
MEISTERSCHNEIDER
“Nicht alle Kunden sind sich bewusst, wie viel Qualitätskontrolle in ihrem neuen Anzug steckt. Ich bin gern Teil des Gesamtprozesses, der das fertige Produkt liefert, und in einer Position, in der ich direkten Einfluss auf die Zufriedenheit unserer Kunden nehmen kann.”
Danny arbeitet schon 19 Jahre für Scabal und besitzt gut 37 Jahre Erfahrung in der Welt der Schneiderei. Sein Wissen und Können ist darum für Scabal unersetzlich. Als Meisterschneider in der Firma hat er oft direkten Kontakt mit Kunden auf der ganzen Welt. Auch wenn er dabei mit verschiedenen Sprachen und Kulturen zu tun hat, ändert sich nichts
an seiner Philosophie: Jeder Anzug ist individuell und muss die höchsten Standards erfüllen, um den Namen Scabal tragen zu dürfen.
In Brüssel stellt Danny sicher, dass die strengen Richtlinien für die Verarbeitung der Kleidung mit unter anderem Futter, Knöpfen und Fäden erfüllt werden, bevor die fertigen Artikel für den internationalen Vertrieb in Länder wie Großbritannien und Kanada gehen. Er kümmert sich eigenhändig um die kleinste Anpassung. Danny ist gern in diesen interaktiven Prozess involviert und hält sich unverbrüchlich an die Maxime ‘Qualität ist König’.

NADIA DROYERS,
MASSGESCHNEIDERTE ENTWICKLUNG &
ROXANE VAN MALDEGEM,
PRODUKTENTWICKLUNG
“Wir freuen uns über die Vielseitigkeit und Herausforderung unserer Arbeit und geben dieses Wissen gerne an andere weiter, ob hier bei uns oder im Ausland. Wir sind Teil des Qualitätskontrollteams und jeweils für zwei verschiedene Produktfamilien verantwortlich. Darum wissen wir, dass nur durch Einhaltung der höchsten Standards ein Produkt von Spitzenqualität entsteht.”
Nadia ist für die Maßanfertigungsentwicklung zuständig, Roxane für die die Produktentwicklung. Gemeinsam stellen beide sicher, dass die Aktivitäten unter ihrer Kontrolle die nötigen Anforderungen erfüllen. Dazu organisieren sie hausinterne Seminare über Maßnehmen für Kleidung und besuchen auch Scabal-Retailer in der ganzen Welt, um ihnen ihr wissen bereitzustellen. So gewährleisten sie, dass die von der Firma auferlegten Standards aufrecht erhalten bleiben. Nadia ist vorwiegend für die Scabal Nr.12-Kollektion zuständig – handgefertigte Anzüge unter Verwendung traditioneller Arbeitsmethoden. Täglich ist sie dabei für alle Anfragen betreffend den Schnitt, die Verarbeitung und die verwendeten Muster verantwortlich. Unter ihrer Leitung analysiert und bearbeitet ein Mitarbeiterteam jeden individuellen Maßanfertigungsauftrag von Kunden auf der ganzen Welt, um sicherzustellen, dass der Anzug dem Kunden auch wie angegossen passt. Roxane erfüllt eine ähnliche Aufgabe bei der Qualitätskontrolle für Kleidung, die im Scabal-Betrieb in Deutschland hergestellt wird. Dies erfordert regelmäßige Besuche des Betriebs, um die Einhaltung strenger Qualitätskontrollen sicherzustellen.

Jede Firma, die Wert auf Qualität legt, muss die Menschen und Mittel bereitstellen, um dieses Qualitätsversprechen einlösen zu können. Einzeln unterscheiden sie sich sehr in ihren Rollen, ihrem Fachkönnen, ihrem Know-how und ihrer Erfahrung aber erst durch ihre Teamarbeit sind effiziente Arbeitsabläufe gewährleistet. Dies garantiert wiederum, dass der Kunde ein Produkt erhält, das verschiedene Phasen durchlaufen und die strengen Qualitätskontrollen der Firma bestanden haben.

Gregor Thissen erklärt: “Das Know-how, die Erfahrung und die Begeisterung der Scabal-Mitarbeiter in der Qualitätskontrolle und ihre Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren und im Team zu arbeiten, garantieren, dass die höchsten von der Marke auferlegten Standards aufrechterhalten und wo immer möglich übertroffen werden.”

Darauf zählen wir noch lange.

Stephen Papandropoulos

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VOM SCHAF ZUM SHOP

Das bestgehütete Geheimnis von Scabal

Durch Luxus und Exklusivität hebt sich ein Artikel in der neuen Scabal-Kollektion hervor: Treasure Box.

Platinfaden
Jede Firma hat ihre Geheimnisse. Ganz oben auf der Liste bei Scabal ist der Prozess, Edelmetalle mit Garn zu kombinieren und auserlesene, gestreifte Anzugsstoffe zu schaffen. Es ist ein streng gehütetes Geheimnis… und einzigartig für Scabal. Die ersten Goldfäden von Scabal kamen im Jahr 2000 mit einer 22-Karat-Kollektion namens Gold Treasure auf den Markt. Heute hat Scabal die Latte noch ein wenig höher gelegt. Dank modernster Verarbeitungstechniken konnte dem Garn Platin beigemischt werden, ein Metall, das noch härter und wertvoller als Gold ist (siehe Kasten). Mit dieser Kombination aus handwerklichem Können und Hochtechnologie sorgt Scabal für eine weitere ‘Premiere’.

Flair statt Flash
Aber wer trägt eigentlich Anzüge mit Gold- oder Platinfäden? Und dann noch in diesen Zeiten? “Wir legen Wert auf den Gentleman-Look,” erklärt Scabal-Präsident J. Peter Thissen, “und wir wollen mit den feinsten Materialien die exklusivsten Produkte kreieren. Unsere Edelmetallkollektion ist mehr Flair als Flash; ein außergewöhnlicher Stoff für einen besonderen Anlass. “Topmarken sollten dem Markt immer wieder neue Anregungen bringen. Dieser Rolle muss eine Firma in einer Führungsposition auch in schwierigen Zeiten gerecht werden. Die Scabal Treasure Box ist etwas ganz Besonderes – eine einzigartige begrenzte Kollektion für die besten Schneider und Retailer der Welt und für ihre Kunden.”

15 edle Stoffe
Die Scabal Treasure Box besteht aus einer Kollektion 15 exquisiter Super 150’s mit Edelmetallen: drei neue Stoffe mit Platinstreifen, drei mit einem Gemisch aus Platin und 24-Karat-Gold in abwechselnden Streifen, sieben Spitzenprodukten aus der Gold Treasure 22-Karat-Serie und zwei neue 24-Karat-Goldstoffe mit einem stärkeren, dickeren Streifen. Alle Stoffe sind in dunkelblauen, grauen und schwarzen Tönen, um den edlen Metallglanz von Gold und Platin noch besser zur Geltung zu bringen. Das Design ist von Scabal, und produziert werden die Stoffe im Herzen der traditionellen Region für Stoffherstellung in England. “Treasure Box wurde erst vor kurzem eingeführt,” sagt J. Peter Thissen. “Auch wenn der Absatz saisonal nicht allzu stark schwankt, so erreicht die Nachfrage eine Saisonspitze zum Jahresende, mit vielen festlichen Anlässen und Geschenkgelegenheiten.”

Technische Herausforderung
Die Herstellung eines Metallfadens für die Verarbeitung in Anzugstoffen ist ein schwieriger Prozess. Der Faden hat einen Baumwollkern, der mit dem dekorativen Metall umwickelt ist. Das Metall muss also einerseits weich und formbar und andererseits fest genug für die Verwebung sein. Auf die Bindungsspannung kommt es an. Ist sie zu schlaff, wird das Garn nicht gerade gewebt, ist sie zu straff, bricht das Garn. Das Dekorationsgarn wird mit einer anderen Spannung als das normale Stoffgarn zugeführt. Bei Platin war es noch schwieriger, das richtige Spannungsverhältnis zu erzielen.

Edelsteine
Die Edelmetallfäden in der Treasure Box kontrastieren mit den Edelsteingeweben von Scabal: Diamond Chip und Lapis Lazuli. In diesem Verfahren werden die Edelsteine gemahlen und der Wolle beigemischt, was dem Stoff einen luxuriösen Glanz verleiht. Diamond Chip ist ein Super 150’s mit 20 Prozent Seide. Vor dem Spinnen werden der Wolle Diamantfragmente beigemischt. Der bekannte Lapis Lazuli-Stoff ist ein exklusives Sortiment ultrafeiner 150’s Wolle in 14 Blau-auf-Blau-Designs. Lapislazuli ist seit mehr als 6.000 Jahren für seine therapeutischen und dekorativen Eigenschaften bekannt. Mikroskopische Teilchen des Edelsteins werden am Ende des Webvorgangs von Hand gleichmäßig verteilt. Sie werden dann durch die ausgerichteten Fasern erfasst und verleihen dem Stoff einen dezenten, harmonischen blauen Glanz. Wenn Sie einen wirklich exklusiven Anzug für einen ganz besonderen Anlass suchen, dann liegen Sie mit Treasure Box von Scabal genau richtig. Und weil der Preis für Edelmetalle wieder steigt, könnte es sogar eine kluge Investition sein…

Nigel Bishop

Platin
Mit über $1,300 pro Edelmetallunze ist Platin wertvoller als Gold oder Silber. Durch seine glänzend weißsilbernen Farbe, kombiniert mit hoher Formbarkeit und Tragfestigkeit, ist es ein ideales Material für edlen Schmuck, und auch in der Industrie, z. B. für Präzisionselektronik und in der Zahntechnik, wird es gerne verwendet. Platin ist sehr selten, kommt aber anscheinend reichlich auf dem Mond vor. Dies erklärt auch die hohen Platinkonzentrationen an Orten auf unserem Planeten, die durch Bolideneinschläge getroffen wurden.

Gold
Als Symbol für Luxus und als Zahlungsmittel war Gold seit fast 5.000 Jahren das begehrteste Edelmetall. Zahllose Kämpfe wurden geführt, um in seinen Besitz zu gelangen. Auf der praktischen Seite ist es nicht nur dicht, weich und glänzend sondern auch das am besten formbare und leitfähigste bekannte Reinmetall. Ein einziges Gramm Gold kann zu einem 1 Quadratmeter großen Blatt geschlagen werden. Darin liegen die Möglichkeiten von Gold für die Schmuckherstellung. Südafrika ist der weltweit größte Produzent, während Indien der größte Abnehmer ist. Vor kurzem erreichte der Goldpreis mit $1,068 pro Edelmetallunze einen neuen Rekordwert.

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SCABAL WELTWEIT

ALTE TRADITIONEN TREFFEN EINE NEUE GENERATION

Die nächste Schneidergeneration schneidet die feinsten Anzüge der Welt mit Präzision

und Passion. Drei bekannte Scabal-Kunden sind der beste Beweis dafür.

Das Angebot an Konfektionskleidung ist heute nahezu unerschöpflich. Darum werden Maßschneider heute oft als eine aussterbende Spezies betrachtet, Relikte aus einer Ära, in der Männer noch feste Termine mit ihrem persönlichen Schneider hatten, um die neuesten Stoffe zu begutachten und sich für die kommende Saison auszustatten. Die Zeiten haben sich vielleicht geändert, aber einige Traditionen kommen nie aus der Mode. Heute übernimmt eine neue Generation von Schneidern, die – wie es ein junger Schneider ausdrückt -, sich “von Brot und Jacketts” ernährt haben, das jahrhundertealte Handwerk und macht es sich zu eigen. Genau wie ihre Väter und Großväter, die vor ihnen die Schneiderkunst ausübten und nun ihre Lehrer geworden sind, lernt eine neue Schneidergeneration, dass die Zukunft der Anfertigung maßgeschneiderter Anzüge unverbrüchlich mit den ehrwürdigen Lektionen der Vergangenheit verbunden sind.

CAMPS DE LUCA, PARIS, Frankreich
Die meisten Väter träumen davon, dass ihre Söhne in ihre Fußstapfen treten werden. Aber Charles de Luca, Schneider in dritter Generation in Paris, erhielt keine derartige Ermutigung, als er seinem Vater, dem französischen Meisterschneider Marc de Luca und seinem Großvater, dem inzwischen verstorbenen Mario de Luca verkündete, dass er eventuell in das unter dem Namen Camps de Luca bekannte Familienunternehmen einsteigen wollte. Der Name des Ateliers ist eine Zusammenziehung aus Joseph Camps und Mario de Luca, Freunden und Meisterschneidern, die sich 1968 zu einer Partnerschaft zusammenschlossen, die zwei Jahren später vollständig von Letzterem übernommen wurde. “Schon als Baby, als ich noch mit meinem großen Bruder Julian im Atelier Verstecken spielte, war ich von Menschen umgeben, die Stoff abmessen und zuschneiden, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen,” erklärt der 27jährige Charles, der nun schon in seinem fünften Jahr als Schneider arbeitet. “Mit 16 fragte ich meinen Großvater, ob ich die Schule verlassen und mit ihm arbeiten könnte. Aber der Zeitpunkt war [aus geschäftlicher Sicht] schlecht gewählt, also begann ich meine Laufbahn im Restaurantgewerbes,” sagt er.

Vater und Sohn arbeiten zusammen an einem Schnittmuster

Camps de Luca gilt als einer der besten französischen Schneider in Paris

Weil ihn die Arbeit als Ober bald schon frustrierte – “immer musste ich ein Gericht erklären, das ich nicht selbst kreiert hatte,” sagt Charles, nahm er nochmals seinen Mut zusammen und fragte nach Unterricht in der Schneiderei. Sein Vater Marc zögerte noch, ließ sich aber letztlich vom Großvater, der in der Familie das Sagen hatte, überzeugen, den jungen Charles unter seine Fittiche zu nehmen. “Anfangs kam es zu Konflikten, vor allem weil ich ein kleiner Snob war,” erinnert sich Charles, der sich inzwischen der Schneiderweisheit seines Vaters gebeugt hat. “Heute arbeiten wir im gleichen Stil, weil wir auch im Geist eine Einheit sein müssen; zwei konkurrierende Geister kann sich eine Firma nicht leisten.” Vater wie auch Sohn bezeichnen den ‘Pariser Stil’ von Camps de Luca als einen Mix aus Englisch und Italienisch. “Der englische Teil liegt in der Struktur der Brustpartie; wir arbeiten viel daran, das Volumen der Brust zu definieren, aber auf eine viel leichtere Weise,” sagt Charles. “Dann versuchen wir, die Schultern ein wenig “italienischer” zu machen. Die englische Schulter ist sehr hoch, streng und ein wenig schwer. Wir bevorzugen aber die italienische Schulter, weil sie sehr weich ist.” Allerdings nahmen Vater und Sohn verschiedene Wege, um ans gleiche Ziel zu gelangen. “Als mein Großvater und Vater Schneider wurden, arbeiteten sie einfach nach Gefühl; sie verstanden, dass man bei dieser Tätigkeit in der Lage sein muss, Probleme mit eigenen Augen zu sehen,” sagt Charles, der eingesteht, dass Strategie allein heute nicht mehr ausreicht. “Manchmal braucht man auch ein wenig Mathematik, um einen schönen Anzug anzufertigen.” Um die Dynamik der Anzugskonstruktion besser zu verstehen, meldete sich der junge Schneider auf Anregung seines Vaters für einen dreimonatigen Schnittmusterkurs an der Academy International de Coup de Paris an.
“Jetzt lerne ich, wie ich von Kunden in drei Dimensionen Maß nehme und dies dann zweidimensional aufs Papier übertrage. Es kommt also darauf an, Theorie und Gefühl zu kombinieren,” sagt Charles, und erklärt, dass sein Vater nicht immer die nötige Geduld aufbringt. “Mit ihm zu lernen ist recht schwierig, weil er immer von mir erwartet, der Beste zu sein, was auch gut ist,” sagt er. “Aber jetzt ist er viel ruhiger.”

FAKTEN ZU CAMPS DE LUCA:
Firmengründung: 1968
Generation: Dritte
Mitarbeiter: 20, fünf davon sind Schneider
Anzüge pro Woche: Zwischen vier und fünf
www.camps-de-luca.fr

TAILOR KAMIYA, NAGOYA, JAPAN
Shoichiro Kamiya zweifelte nie daran, dass er eines Tages genau wie sein Vater und Großvater vor ihm Schneider werden würde. “Ich wuchs als Erbe dieser Firma heran,” sagt Shoichiro, der jüngste Schneider der enorm erfolgreichen japanischen Firma Tailor Kamiya, ein Geschäft, das vor mehr als sieben Jahrzehnten von seinem Großvater gegründet wurde. Aber um ihr Ziel zu erreichen, würden nicht viele Söhne, so wie Shoichiro es getan hat, die Fußstapfen ihres Vorgänger zurückverfolgen.

Shoichiro Kamiya bei der Arbeit (links) und sein Vater Hiroyuki, der ihm erlaubt hatte, die Schneiderkunst in London zu lernen

Shoichiro promovierte mit einem Diplom in Ökonomie von der Rikkyo-Universität in Tokio, an der schon sein Vater, Meisterschneider Hiroyuki Kamiya, 40 Jahre vorher denselben Grad erworben hatte. Anschließend arbeitete Shoichiro für Onward Kashiyama, den größter Kleidungshersteller und Retailer in Japan. Zufällig ist Kashiyama dasselbe Modekonglomerat, bei dem auch Hiroyuki nach seinem Schulabgang tätig war. “Genau wie ich arbeitete mein Sohn drei Jahre lang für Kashiyama und beschloss dann, dass er wie ich Schneider werden wollte,” sagt Hiroyuki, er fügt hinzu, dass der Tag, an dem Shoichiro den Beschluss fasste, in seine Fußstapfen zu treten, einer der stolzesten seines Lebens war. Um den Erfolg des jungen Shoichiro sicherzustellen, rief Hiroyuki einen Freund bei Kilgour, French & Stanbury in London an, wo Hiroyuki seine Lehre absolviert hatte, und erkundigte sich nach einer ähnlichen Stelle für seinen Sohn. Weil Kilgour zu dem Zeitpunkt niemand einstellte, schlug der Savile Row-Schneider eine ähnlich Position auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei Gieves & Hawkes vor, wo Shoichiro in die Familie aufgenommen wurde.

“Bei Gieves & Hawkes lernte ich als Zuschneider im letzten Jahr,” erklärt Shoichiro. Er sagt, dass ihm die Zuschneider und Schneider bei G&H ein grundlegendes Verständnis der englischen Schneidertechnik vermittelt haben. Wenn zwei Generationen die Kunst der Anzugherstellung in London gelernt haben, ist es nicht verwunderlich, dass die Kleidung bei Tailor Kamiya dieselben sehr schmalen Schultern, breiten Brustpartien und dieselbe Stromlinienform aufweisen wie die englischen Gegenstücke. Es war also wichtig, dass Shoichiro an der Quelle lernen konnte. “Natürlich lernte ich in der Savile Row, und bei meiner Rückkehr nach Japan übernahm ich die Schnitte von Kilgour, French & Stanbury,” erklärt Hiroyuki, der anschließend einen der britischen Schneider von KF&S nach Japan brachte, um sein eigenes Schneiderteam in der Kunst des britischen Stils zu unterweisen. Jetzt, wo er selbst das Handwerk lernt, sagt Shoichiro, dass jeder einzelne Teil des Prozesses eine Herausforderung war. “Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und alles ist noch schwierig für mich,” gesteht der junge Schneider, der es zu schätzen weiß, in seinem Vater einen sehr geduldigen Lehrer zu haben. “Mein Vater ist kein allzu schwieriger Mann,” sagt er mit einem Lächeln. Auf jeden Fall hofft Shoichiro, dass er eines Tages dem Familiengeschäft seinen eigenen Stempel aufdrücken kann, so wie es sein Vater getan hatte als er 1985 in die Firma kam. Kein anderer als Hiroyuki kreierte eine Konfektionskollektion namens Roy Kamiya und ließ das neunstöckige Gebäude in Nagoya bauen, wo heute die Maßschneiderei und Retail nebeneinander existieren. Auch wenn er nicht erwartet, dass sich die Konstruktion der Anzüge von Tailor Kamiya je ändern wird, so kann er sich doch vorstellen, dass sich irgendwann einmal der Stil ändern wird. “Jede Generation hat ein anderes Gespür für Proportion und Geschmack,” sagt er, und fügt noch hinzu, dass jeder Student davon träumt, “einmal seinen Meister zu übertreffen”.

FAKTEN ZU TAILOR KAMIYA:
Firmengründung: 1937
Generation: Dritte
Mitarbeiter: 15 Schneider in einem Stab von 30
Anzüge pro Woche: Ungefähr zehn Maßanzüge
www.t-kamiya.co.jp

LA CORUNA, SANTO DOMINGO,
DOMINIKANISCHE REPUBLIK
Antonio Iglesias und sein jüngerer Bruder Roberto waren noch nicht geboren, als ihr Onkel Santiago Iglesias die Reise aus seiner Heimat im spanischen Baskenland in die Dominikanische Republik machte. Auf dieser Karibikinsel gründete er 1958 sein eigenes Schneidergeschäft, benannt nach seinem geliebten Geburtsort, La Coruna. Nach dem viel zu frühen Tod ihres Vaters im Jahr 1970 nahm der Onkel die Iglesias-Brüder auf, und sie lebten bei ihm in der Inselhauptstadt Santo Domingo. Ihre Teenagerjahre verbrachten sie in dem winzigen Laden, wo Santiago auf derselben alten Singer-Nähmaschine arbeitete, die schon seine Mutter, eine Modedesignerin namens Carmen, viele Jahre zuvor benutzt hatte.

Antonio und Roberto arbeiten an einem Anzug in ihrem Atelier

Auch wenn Antonio, von Freunden Tonito genannt, später einen akademischen Grad in Ökonomie erwarb und Roberto ein Rechtsstudium begann, behielt der winzige Schneiderladen ihres Onkels lange Zeit eine unerwartete Anziehungskraft. Hier lernten die Brüder die wichtigsten politischen und sozialen Figuren der Insel kennen, von denen die meisten seit Jahren ihre Kleidung bei La Coruna maßschneidern ließen. “Darum blieben wir nach dem Universitätsstudium lieber hier, denn dies war die Arbeit, die wir lieben gelernt hatten,” sagt Antonio, der das Handwerk ursprünglich an der Seite seines Onkels erlernte, bevor er beschloss, seine Fertigkeiten an Schulen in Barcelona, Milan, Frankfurt und Paris zu verbessern. Als später der vier Jahre jüngere Roberto beschloss, seinen Rechtsgrad gegen die Schere einzutauschen, lehrte ihm Antonio alles, was er wusste. “Es geht nicht immer ums Geld oder das Fehlen desselben,” sagt Antonio, der zusammen mit seinem Bruder La Coruna direkt von ihrem Onkel übernahm als dieser vor zwei Jahren in Pension ging. “Man muss diese Arbeit lieben und sie gut machen, dann ist auch der Kunde zufrieden,” sagt er. “Als Schneider ist man nur erfolgreich, wenn die Leute, Ihre Kunden, Ihre Arbeit schätzen.” Heute erwarten die Kunden von La Coruna einen wie angegossen sitzenden klassischen Anzug. “Für uns ist der erste Zuschnitt das wichtigste Element,” sagt Antonio, und fügt hinzu, dass die Qualität des fertigen Anzugs immer das Geschick des Zuschneiders widerspiegelt. Der Gründer von La Coruna, Santiago, hielt nichts von einer Signaturform, ebenso wenig wie die Brüder Iglesias. Statt dessen schneiden sie ihre Anzüge nach dem Bild des Kunden zu – “weder zu weit noch zu eng,” sagt Antonio, “aber immer gut ausbalanciert. Aplomar (Spanisch für Balance) ist der Schlüssel,” erklärt der Schneider, der gelernt hat, seinen Augen mehr zu vertrauen als den Zahlen. Antonio sagt: “Nur der Schneider, der den Anzug ausbalanciert, ist ein wirklich guter Schneider.”

FAKTEN ZU LA CORUNA:
Firmengründung: 1958
Generation: Zweite
Mitarbeiter: 12, mit Antonio und Roberto
Iglesias, die alle Maßanzüge zuschneiden und nähen
Anzüge pro Woche: Zwischen 10 und 12

William Kissel

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ES MACHT DEN UNTERSCHIED

DIE WERKZEUGE DES GEWERBES

Bei der Herstellung maßgeschneiderter Kleidung sind viele Variablen zu berücksichtigen.

Um diese Elemente der ‘Personalisierung’ zu organisieren, hat Scabal ein ästhetisches und praktisches Kit entwickelt.

Scabal-Kit

Gut neun Monate Entwicklungszeit sind in das Design und die Schaffung des Scabal-Kit geflossen. Dieses Schatzkästchen ist das perfekte Hilfsmittel für jeden, der Kleidung nach Maß verkauft, und wird ausschließlich von Hand in französischen Ateliers hergestellt. Wir sprechen mit Marketing- und Verkaufsassistentin Celine Van Cauwelaert, die für das Projekt verantwortlich war.

STANDPUNKTE Bespoken: Welche Gründe führten zum ‘Scabal-Kit’? Celine Van Cauwelaert: Einer der Hauptgründe war, dass wir unser Maßwerkzeug modernisieren wollten, um es praktischer und luxuriöser zu machen. Durch die Qualität seiner Verarbeitung und sein Design ist es ein echtes ‘maßgeschneidertes Motiv’, das von unseren Kunden in ihren Geschäften sofort erkannt wird. Es ist eine Originalkreation und zugleich auch sehr praktisch. Zum Beispiel sind die Futter, Walkfilze und Knöpfe so organisiert, dass jedes einzelne Element leicht und einfach ausgewählt und auf dem gewählten Stoff positioniert werden kann. So entsteht ein konkretes Bild, wie der fertige Maßanzug aussehen wird.

Jérôme Stéfanski

Das Schneider-Kit von Scabal

Inhalt:
— Maßband mit
Lederhaken
— Nadelkissen mit verstellbarem
Lederriemen
— Futter
— Knöpfe
— Walkfilze
— Modellbuch
— Maßtabelle
— Preisliste
— Bestellformulare
— Leitfaden ‘Wie man Maß nimmt’
— Post-Its
— Bleistift
(Scheren und Kreide nicht einbegriffen)
Abmessungen:
— 47 x 36 x 28 cm

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VERGANGENHEIT-GEGENWART-ZUKUNFT

FRISCH AUS DER PRESSE

Wie immer summt und brummt die Scabal-Szene. Bespoken stellt eine Auswahl der aufregendsten Events vor…

WIR FEIERN DALI
Wie schon in der letzten Ausgabe angekündigt, organisierte Scabal in Zusammenarbeit mit den Maßschneiderstudenten des London College of Fashion eine internationale Ausstellung über den legendären Künstler Salvador Dali. Thema der Veranstaltung waren die 12 Werke, die Dali 1971 im Auftrag von Scabal kreierte und die seine Vision zeigen, wie die Kleidung des Mannes des 21. Jh. aussehen könnte. Die Ausstellung fand in der zweiten Jahreshälfte 2009 statt. In diesem Jahr jährte sich auch zum 20. Mal der Todestag von Dali. Berühmte Städte weltweit waren Gastgeber des Events, darunter Moskau, St. Petersburg, Barcelona, Salzburg, Berlin, Bukarest und Tokio. dali.scabal.com

JEANS VON SCABAL
Immer mehr Männer tragen heute ein schickes Jackett zu Jeans. Dieser Trend ist auch Scabal nicht entgangen, und so entstand eine eigene Jeans-Marke. Ein schmal geschnittenes Modell mit fünf Taschen ist in zwei Stilen erhältlich: Hergestellt aus Jeansstoff (Baumwolle, Kaschmir und Lycra) gibt es sie in Blau, Grau und Schwarz, während die Ausführung in ‘Baumwollripp’ (Baumwolle und Lycra) in sechs Farben erhältlich ist: Beige, Karamell, Mittelbraun, Braun, Schokolade, Khaki und Grau. Auf der rechten hinteren Tasche erkennt man die Marke in Form eines blauen Nadelstreifenstoffs aus der ‘Flannel’-Kollektion von Scabal und dem Scabal-Logo. www.scabal.com

VON SCABAL FÜR BAUNAT
Die Marke Baunat bietet Diamantschmuck von erstklassiger Qualität ausschließlich für den Verkauf über das Internet an. Talentierte belgische Designer und Goldschmiede schaffen einzigartige und zeitlose Stücke. Jedes Schmuckstück wird aus den edelsten Materialien von Hand gearbeitet. Für Baunat schuf Scabal eine exklusive Kollektion von 50 Krawatten aus unserem ‘Diamond Chip’-Stoff, der echte Edelsteinfragmente enthält! Baunat-Kunden erhalten diese Krawatten als ‘Dankeschön’ für ihren Kauf. www.baunat.com

PRETTY MAN
Der berühmte amerikanische Schauspieler Richard Gere war unlängst in Chennai, Indien, und vergaß auch den Besuch bei seinem Lieblingsschneider Syed Bawkher nicht. Seit über 90 Jahren lassen sich Aristokraten und Geschäftsleute aus der ganzen Welt von Syed Bawkher & Co. ausstatten. Syed begrenzt seine Produktion auf 20 Anzüge pro Tag, so dass jedes Kleidungsstück mit der größten Sorgfalt hergestellt werden kann. Und natürlich werden nur die feinsten Stoffe verwendet, von denen viele aus dem Haus Scabal stammen. www.syedbawkher.com

SCABAL WÜNSCHT SICH ETWAS
2009 verschickte Scabal statt seiner traditionellen Neujahrskarten E-Mails, um Druckkosten zu sparen. Das so gesparte Geld ging an die Stiftung Make-A-Wish. Eine großzügige Geste für den Beginn des neuen Jahres… www.wish.org

PROSIT!
Das neueste ‘Decopack’ von Scabal für Frühjahr und Sommer ist wirklich frisch und originell. Sein Zweck? Um die Rückkehr der Ellbogenpatches auf Jacketts auf originelle und stilvolle Weise anzukündigen. Unsere ‘Weinärmel’ sorgen für Spaß an schönen Sommertagen, die man bei einem Aperitif mit Freunden verbringt. www.scabal.com

Jérôme Stéfanski

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TRENDS FÜR HERBST-WINTER 2010/2011

Das NEUE MODELL: FARBENFROHER, LÄSSIGER

Kein weltbewegender Trend aber doch eine entscheidende Bewegung hin zu mehr Lässigkeit in der Winterkollektion von Scabal.

Wie die Winterkollektion 2010 zeigt, erweitert Scabal sein Angebot an Freizeitkleidung für Herren. Fünf der acht neuen Winterstoffe sind für Jacketts und Hosen, und bei der Konfektionskleidung gibt es eine aufregend neue ‘Soft-Jacket’-Linie, zusätzlich zu Strickjacken und Pullovern.

Eine neue Art, Jacketts zu tragen
“Die wohl größte Neuheit in unserer Winterkollektion ist die Soft-Jackett-Linie”, sagt Olivier Vander Slock, Leiter für Verkauf und Kollektion bei Scabal: “Kennzeichnend für die Kleidung zeichnet ist eine weiche, natürliche Passform, ohne Futter, Einlagen und Schulterpolster. Sie trägt sich fast wie ein Hemd.”

Exklusiv und personalisiert
“Unser Soft-Jacket wird ursprünglich mit Drei-Knopf-Leiste und drei aufgesetzten Taschen präsentiert. Die Scabal-Werte haben wir beibehalten: Trotz des lässigen Looks sind die Jacketts sehr elegant und erhalten durch Personalisierung einen exklusiven Touch. “Für Details kann der Käufer den Stoff selbst wählen, z. B. einen schönen Anzugstoff am Unterkragen oder den Ellbogenpatches. Bei Scabal haben Sie immer die Wahl – nicht einfach Maßgeschneidertes sondern auch Personalisierung.” Scabal-Stimmung für den nächsten Winter

Jacketts machen ein starkes Comeback, und auch Hosen sind in der neuen Kollektion von Scabal wichtig. Sie umfasst klassische Modelle, Kaschmir-Denim-Jeans mit fünf Taschen, Cordhosen und Modelle aus Winterbaumwolle, die perfekt zu den Soft-Jacketts und der Maschenware passen.

Ein grüner Winter
Die Farben für den nächsten Winter werden nur ein klein wenig heller sein, und Grüntöne machen ein Comeback. In der Scabal-Kollektion finden wir vier Farbthemen: Beige-Braun und Lila, Blau mit Earl Grey, Grünschattierungen und Beige-Creme mit Dunkelrot. Auch der Trend hin zu einem lässigeren Stil ist in der Scabal-Stoffkollektion erkennbar. Drei neue Jackettlinien definieren den lässig-eleganten Look mit farbenfrohen Designs: Finest Jacketings, mit einem breit gefächerten Angebot zeitloser Klassiker (Fischgrät, Uni, Panama und Karos) in Super 120’s und Kaschmir; die Colorado Baumwolllinie in einem sportlichen Freizeitlook; und Gallery, eine modische Jackettkollektion in Karodesigns.

Geschickter Karomix
Mit 34 Artikeln und einem großen Mix an Qualitäten, von reiner Wolle bis Super 120’s mit Kaschmir, kombiniert Gallery farbenfrohe Designs mit lässiger Eleganz. Die Karos reichen von winzigen Vichy-Designs in Flieder-Braun und Rotbeige bis hin zu Glenchecks und kräftigen Schottenkaros in Braun und Blau. Drei neue Anzuglinien werden vorgestellt. Die eher strukturierten und Grundbindungen von St. James kommen als modische Karos und elegante Streifen in einer 58-teiligen neuen Kollektion der beliebten 320 g Wolle, Made in England, zur Geltung.

Weicher Flanell
Flannel und Saxony bieten fünf verschiedene Qualitäten von weichem Winterflanell an: von einem leichten 290 g Super 130’s bis zu schwereren 360 g, mit einem sehr wollenen, leicht groben Saxony-Look. Noble House schließlich präsentiert einen in England gewebten Super 150’s mit 10 Prozent Seide in Diagonalbindung für einen luxuriösen, leicht glänzenden Look und eine 100 Prozent Super 150’s Qualität mit Satinbindung und feinen, eleganten Streifen.

Cord-Komfort
Bei Hosen präsentiert die neue Scabal-Kollektion Centurion: ein Wolle/Polyester-Stoff, hergestellt in England und ausgeführt in einer schweren 430 g Doppelbindung und einer klassischen 320 g Grundbeindung – und Cord. Die Cord-Linie bietet vier Qualitäten an, angefangen bei einem ultraleichten und samtig weichen 300 g Feinrippbaumwollstoff in klassischen und modischen Schattierungen. Die zweite Linie setzt auf totalen Komfort – mit 2 Prozent Lycra, das im Gemisch mit 390 g superfeiner Baumwolle für einen leichten Stretcheffekt sorgt. Erhältlich ist sie in tiefen, satten Farben wie Pflaume und Bordeaux. Ergänzt wird die Linie durch eine breiter gerippte 380 g Baumwollqualität und einen sehr schweren 500 g Stoff mit breiten Rippen in klassischen Schattierungen. “In unseren Stoffdesigns steckt mehr Farbe als voriges Jahr – Hellblau, Rottöne von Bordeaux bis Beere, ein Comeback der Grüntöne und eine breitere Farbpalette in unseren Karos,” sagt Nora Kraëmer, Assistentin von Michael Day, Chefdesigner für Stoffe bei Scabal.

Nigel Bishop

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